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Grüne Stadt Mai 2019

Im Qlab im Mai haben wir das Thema „Grüne Stadt“ von mehreren Blinkwinkeln betrachtet.

 

Zur Einführung haben wir uns mit den Gemeinschaftsgärten in Berlin beschäftigt. Welche Gärten gibt es, wo befinden sich die Gärten, wer gärtnert dort und was entsteht dadurch an diesen Orten. Im Interkulturellen Gemeinschaftsgarten Rosenduft im Park am Gleisdreieck erfuhren wir vor Ort mehr darüber. Projektleiterin Begzada gab uns einen tiefen Einblick in die Arbeit des Gartens, der für traumatisierte Flüchtlinge aus Bosnien und Herzegowina gegründet wurde. Es folgte ein praktischer Teil, in dem wir gemeinsam die Kräuterspirale und das Steinbeet gejätet haben.

 

Beim ersten Einsatz in der Holzwerkstatt von BAUFACHFRAU Berlin e.V. haben die Teilnehmerinnen beim Bau von Pflanzkübeln die Grundlagen des Tischlerns gelernt: richtig ausmessen und anzeichnen, Schraublöcher vorbohren und senken, verschiedene Holzteile miteinander zu verschrauben, den Umgang mit der Stichsäge, Winkeln und Zwingen. Das Erfolgserlebnis: Am Ende standen vier Pflanzkästen – natürlich ohne zu wackeln. Später haben wir die Pflanzenkästen noch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit gemeinsam geölt und bepflanzt.

 

Zwischendurch haben wir immer wieder im Rahmen von Exkursionen, Orte in Berlin besucht, die sich mit dem Thema Stadtgrün beschäftigen. So hat uns zum Beispiel die Firma Optigrün eine interessante Führung gegeben und uns gezeigt wie Gründächer aufgebaut sind und funktionieren. Eine weitere Exkursion führte uns in den Landschaftspark Herzberge und in die Stadtfarm als Beispiel für ein Aquaponik Projekt. Bei einer Führung erhielten wir Einblicke in die Abläufe des Aquaponik, die Struktur und Produkte der Stadtfarm. Außerdem haben wir zwei Gärten von Unternehmen besucht - ein Dachgarten nur für die Mitarbeiter*innen direkt an der Oberbaumbrücke und ein öffentlich zugänglicher Firmengarten an der Köpenicker Straße.

 

Nachdem die Frauen schon ihr handwerkliches Können beim Bau der Pflanzkästen bewiesen haben, wagten wir uns an ein größeres Bauprojekt und bauten für den Gemeinschaftsgarten am Centre Français in Berlin Sitzgelegenheiten aus Holz. Der Garten ist ein beliebter Treffpunkt der Nachbarschaft. Wir haben den Raum, der uns zur Verfügung steht, ausgemessen und geplant, wie das Möbel aussehen soll. Nach der Planung ging es um die Umsetzung des Entwurfes. In zwei Teams wurden die Pflanzkästen mit integrierter Sitzbank gebaut. Es entstand eine lange schmale Bank mit kleinem Kasten und eine breite kurze Bank mit einem höheren Pflanzkasten, der gleichzeitig auch als Lehne fungiert. Zum Abschluss bekamen wir von der Tischlereileiterin die CNC vorgeführt und das QLab-Logo in eine Platte unserer Möbel gefräst. Am letzten Tag haben wir unsere Gartenmöbel im Centre Francais aufgestellt und die integrierten Kästen bepflanzt. Alle Frauen waren restlos begeistert über das Ergebnis. Im Rahmen dieses Bauprojekts haben wir zudem das Thema Digitalisierung im Handwerk weiter verfolgt und das HappyLab besucht.

 

Zum Thema Grüne Stadt gehört auch der Aspekt der Nachhaltigkeit. Darum haben wir uns auch nochmal in der Theorie mit den Themen „essbare Stadt“, Produktlabels und "ökologische Fußabdruck" beschäftigt. Bei einem Test, konnte jede Teilnehmerin ihren persönlichen Verbrauch ermitteln und sehen, wo Einsparpotentiale liegen.

 

Neben den handwerklichen Arbeiten und den Themenfeldern rund um „Grüne Stadt“ befassten sich die Teilnehmerinnen auch mit ihrer eigenen Biographie anhand des Profilpass. Die Methode dient dazu, die eigenen Stärken zu erkennen und zu benennen, und ist eine Orientierungshilfe für die weitere Gestaltung des Berufslebens. Passend dazu haben wir uns im Workshop rund um „Jobsuche Digital“ des Frauen Computer Zentrums Berlin über Strategien zur Jobfindung ausgetauscht. Wir bekamen hilfreichen Input, wie die sozialen Medien dabei hilfreich sein können und erhielten Tipps zur Erstellung einer Online Reputation.

 

Bei all den spannenden Inputs und Aktivitäten ist das QLab sehr schnell vorbeigegangen und wie auch bei den letzten Qlabs fiel uns auch diesmal der Abschied am Ende schwer.

 

 

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