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Tag 2

Bei strahlendem Sonnenschein treffen wir uns im Park am Gleisdreieck in Kreuzberg und begeben uns auf eine Expedition durch den 31,5 Hektar umfassende Parkanlage auf den Brachen des ehemaligen Anhalter- und Potsdamer Güterbahnhofs. Dank einer fachkundigen Führung erfahren auch die alteingesessenen Berlinerinnen allerhand Neues zur Entstehungsgeschichte des Parks, seinen landschaftsarchitektonischen und ökologischen Besonderheiten. Wir erkunden die wilden Ecken und lassen den Blick über gepflegte Rasenflächen schweifen. Unser GrünBerlin -Stadtführer erläutert währenddessen die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, deren oberstes Ziel es ist war und, Naturschutz und Erholung im Park in Einklang zu bringen.

Gegen Mittag erreichen wir den interkulturellen Garten „Rosenduft“. In dieser Grünen Stadt- Oase werden wir herzlichst empfangen und haben Gelegenheit, uns mit frischer Kräuterlimonade zu stärken. Indes erzählt uns die Leiterin und Sozialbetreuerin, wie sich aus einer kleiner Gruppe engagierter Frauen der Verein Südost Europa Kultur e. V. entwickelte und gegen welche Widrigkeiten und Ressentiments, die in den 90er-Jahren vor dem Krieg im ehemaligen ehemalige Jugoslawien geflüchteten Frauen behaupten mussten, bevor sich Garten am Gleisdreieck Wurzeln schlagen konnte.

Wir bestaunen dieses Kleinod auf 2.000 m² mit seinen Beeten und Ruhebereichen und diversen anderen gemeinschaftlichen Funktionen und dann gehts an die Arbeit: Gemeinsam schaffen wir Platz für einen neuen Kompost, bauen diesen zusammen und schichten den alten um. Dabei tauschen wir uns übers Kompostieren und Wurmkistenmanagement aus. Überlegen wie man die Verrottung des organischen Materials beschleunigen kann, begrüßen eine Tigerschnecke und kommen so ins Gespräch über Nützlinge - unsere fleißigen Helfer im Naturgarten.

 


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